Gemeinsam für Menschen mit Demenz in Schleswig-Holstein

Demenzfreundliche Kommune

Wer sich dem Motto “demenzfreundliche Kommune” verschreibt arbeitet an der Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Demenz und deren Angehörigen.

Das kann sehr unterschiedlich und bunt geschehen. Hauptpunkte sind die Ermöglichung von Teilhabe in der Gemeinschaft, Öffentlichkeitsarbeit und Entstigmatisierung, Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement und Verantwortung der Kommune.

In verschiedenen Ansätzen schulen wir Verantwortliche vor Ort als Multiplikatoren.
Sie haben Ideen und Interesse, aber wir sind noch nicht auf Sie zugekommen?
Wenden Sie sich an uns!

Praxisbeispiel Kommune

„Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in der Kommune eine Stimme geben“ – Das Town-Hall-Gespräch als Methode der aktiven Beteiligung von Angehörigen von Menschen mit Demenz mit Bürgern und Bürgerinnen und kommunalen Akteuren.

2/3 der Menschen mit Demenz werden zuhause von Angehörigen versorgt. Sie bilden hierbei das Bindeglied zwischen Menschen mit Demenz und der Kommune im Sinne von Teilhabe, Unterstützung und Entlastung. Die gesundheitliche, emotionale und soziale Situation von pflegenden Angehörigen geraten hierbei häufig aus dem Blick. Angesichts der sich zunehmend auflösenden Familienverbünde und einem gleichzeitigen Fehlen von professionell Pflegenden gerät die häusliche Situation von Menschen mit Demenz zunehmend unter Druck.

Basierend auf dem Prinzip der Daseinsvorsorge müssen Kommunen daher eine unterstützende Infrastruktur auf der Grundlage von Wertschätzung, Mitsprache und Mitentscheidung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz aufbauen und entsprechende Projekte und konkrete Maßnahmen entwickeln und sich damit nicht nur „demenzsensibel“, sondern auch „angehörigensensibel“ ausrichten.

In diesem Kontext konnte das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg 2021 zwei sogenannte „Town-Hall-Gespräche“ (Bürgerdialoge) sowohl online als auch in Präsenz durchführen. In drei moderierten Gesprächsrunden schilderten die pflegenden Angehörigen sehr eindrücklich ihre Alltagsrealität bei der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz. Die kommunalen Akteure erhielten in der zweiten Runde die Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren und ihrerseits ihre (Unterstützungs-)Angebot aufzuzeigen, um dann in einer gemeinsamen dritten Runde, konkrete Angebots- und Unterstützungsideen für die Kommune zu entwickeln.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen und Erkenntnisse wird das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein auf dieser Grundlage weitere „Town-Hall-Gespräche“ initiieren, mit dem Ziel, neue kommunale Netzwerke für Menschen mit Demenz und deren Angehörige aufzubauen und die Kommunen bei der Umsetzung zu begleiten.

Informationen:
Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein, Antje Holst (info@demenz-sh.de)

Praxisbeispiel Einzelhandel und Gastronomie

Auch mit Demenz ist ein selbständiges Leben meist noch längere Zeit möglich, wenn im Umfeld aufmerksam geschaut und lösungsorientiert gedacht wird. Wir schulen alle, die Menschen mit Demenz alltäglich begegnen. Sprechen Sie uns gern für Vorträge, Informationsveranstaltungen und (Demenz Partner) Schulungen an!

Außerdem haben wir im November 2017 folgendes kleines Heftchen entwickelt:
Demenzfreundlich in Schleswig-Holstein – Tipps für Einzelhandel & Gastronomie

Aktiv im Leben bleiben mit Demenz – das ist leider nicht selbstverständlich für Betroffene und Angehörige. Tipps, die der Einzelhandel und die Gastronomie beherzigen können, damit auch Menschen mit Demenz an diesen Orten sicher verweilen können.

 

Bundesweite Linkstipps:

Praxisbeispiele finden Sie z.B. unter https://www.aktion-demenz.de/

Gute Anregungen kommen ebenso aus Baden-Württemberg.