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Museen als Sinnesanregung für Menschen mit Demenz

Mit ihren vielfältigen Objekten sind Museen wertvolle Erinnerungsorte für Menschen mit Demenz und können ihnen schöne Erlebnisse ermöglichen.

Besonders kleine Heimatmuseen können zu einem breiten Kulturangebot für Menschen mit Demenz im ländlichen Raum beitragen. Mit der Möglichkeit einer Förderung, die aus Mitteln der Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ stammt, möchte die Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem „Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein“ landesweit Museen dazu ermuntern, Vermittlungsangebote speziell für Menschen mit Demenz anzubieten.

Die Förderung bezieht sich zunächst auf einen Zeitraum von einem Jahr, Voraussetzung ist die Teilnahme an der Fortbildung „Museen als Sinnesanregung für Menschen mit Demenz“ bzw. der Nachweis über eine vergleichbare Schulung.


Teilnehmende Museen mit bestehendem Angebot:





Ansprechpartnerinnen für eine Beratung:


Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein
Anneke Pietsch
Tel. 040 - 609 271 91
pietsch@demenz-sh.de

Museumsberatung und -zertifizierung Schleswig-Holstein
Dagmar Linden
Tel. 04331 - 33 988 65
linden@museumszertifizierung-sh.de

Beachten Sie:
Nicht alle teilnehmenden Museen bieten öffentliche Angebote für Menschen mit Demenz an. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen können viele bestehende Angebote nicht durchgeführt werden.
Teilnehmende Museen und ihre Angebote

Eine Auflistung der aktuell bestehenden Angebote finden Sie hier in Kürze.

letzte Aktualisierung: 26.07.2021

Zur Geschichte des Projektes

Auftaktveranstaltung des Projektes „Museen als Sinnesanregung für Menschen mit Demenz“ war am 12. Mai 2019 im Museum „Tuch + Technik“ in Neumünster. Gemeinsam mit der Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein schult das Kompetenzzentrum Demenz landesweit Museen, um Menschen mit Demenz einen Zugang zu wertvollen kulturellen Angeboten zu ermöglichen.

Museen sind mit ihren Schätzen und Sammlungen perfekt für die Arbeit mit Menschen mit Demenz: Gegenstände, Bilder, Gerüche und Geschichten bieten eine gute Möglichkeit, Erinnerungen wachzurufen und Gespräche anzuregen. Biografische Angebote lösen positive Emotionen aus, stärken das Selbstbewusstsein und wirken identitätsstiftend.

Museum_Demenz

© Olaf Malzahn, Lübecker Museen,
Behnhaus Drägerhaus

Bisher wurden bereits 30 Museen in Schleswig-Holstein zum Thema „Demenz“ geschult. Gemeinsam sind daraus folgende Angebote entwickelt worden:

  • Demenzfreundliche Führungen im Museum
  • Besuche in Pflege- und Betreuungseinrichtungen mit mobilen Museumskoffern
  • Verleih von mobilen Museumskoffern
Museumsführungen

Menschen mit Demenz können in Begleitung von Angehörigen und/oder Betreuungspersonal eine schöne Zeit im Museum verbringen. In einer angenehmen Atmosphäre werden interaktive Führungen von geschultem Personal angeboten. Durch den Einbezug aller Sinne und den Einsatz biographischer Anekdoten wird Kunst und Kultur für Menschen mit Demenz erlebbar gemacht.

Mobiles Museum im Koffer

Das mobile Museum im Koffer ermöglicht es, Gegenstände aus dem Museum ortsunabhängig wahrzunehmen.

Die Koffer können kostenlos von Pflege- und Betreuungseinrichtungen ausgeliehen und flexibel bei der Arbeit mit den Bewohner/-innen, z.B. in Form eines kulturellen Nachmittags im Pflegeheim, eingesetzt werden. Einige Museen bieten zusätzlich einen Besuch bei Institutionen vor Ort an, um das Museum dort mit Hilfe des Koffers interaktiv vorzustellen zu können. Im Museum ausgepackt, erspart der Koffer außerdem lange Wege zu den jeweiligen Exponaten.

Berichterstattung in den Medien

Der Holsteinische Courier berichtete am 13. Mai 2019 über die Auftaktveranstaltung des Projektes im Museum „Tuch + Technik“ in Neumünster unter dem Titel „Erinnerungen helfen gegen Demenz“.

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