Menschen mit beginnender Demenz
Schon bevor eine Demenz sicher festgestellt wird, entstehen oft viele Fragen und Unsicherheiten. Wird der Verdacht bestätigt, verändert sich vieles – für die betroffene Person selbst, aber auch für das Umfeld. Viele Informationen richten sich bisher vor allem an Angehörige. Wir möchten deshalb Menschen am Beginn einer Demenzerkrankung – unabhängig vom Alter – in den Mittelpunkt stellen. Hier gibt es die Möglichkeit, sich selbstbestimmt zu informieren und, wenn gewünscht, aktiv einzubringen.
Für ein besseres Leben mit Demenz.
Inhalt des Videos:
Wenn dein Gedächtnis Fragen stellt: Beginnende Demenz – den eigenen Weg gehen
Beunruhigende Veränderungen beim Erinnern, bei der Orientierung oder in alltäglichen Abläufen können Fragen aufwerfen: Ist es normale Vergesslichkeit? Liegt es an Stress oder Überlastung? Oder könnte es eine Demenz sein? Eine Demenzdiagnose ist eine große Herausforderung – sie bedeutet jedoch nicht das Ende von Lebensfreude und Selbstbestimmung. Die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. / das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein möchten Menschen am Beginn einer Demenzerkrankung Mut machen.
Expert:innen in eigener Sache haben ihre Perspektiven in die Animationsideen miteinfließen lassen. Wir danken der Techniker Krankenkasse für die Finanzierung und Anja von Kampen mit Vision X für die erneute tolle Zusammenarbeit.
Expert:innen in eigener Sache
Möglichkeiten für Austausch und aktive Teilhabe. Informationen, Ansprechpersonen und Tipps für das frühe Stadium einer Demenz.
Für Menschen jeden Alters.
Selbsthilfe
Selbsthilfegruppen
In den letzten Jahren haben sich viele Selbsthilfegruppen gegründet. Manche treffen sich vor Ort, andere online. In einer Gruppe können Sie sich mit Gleichbetroffenen austauschen, Tipps für den Alltag bekommen und über Sorgen oder schöne Momente sprechen.
Möchten Sie eine Gruppe finden oder selbst starten? Wir unterstützen Sie gern. Kontakt: info@demenz-sh.de
Das Kompetenzzentrum Demenz organisiert regelmäßige Austauschtreffen für bestehende und neue Gruppen.
So sind Sie gut vernetzt.
Digitaler Demenzwegweiser-SH
Unser digitaler Demenzwegweiser-SH hilft Ihnen, Ansprechpartner und Informationen zur beginnenden Demenz in Schleswig-Holstein zu finden.
www.demenzwegweiser-sh.de
Ankerpunkt Junge Demenz für Schleswig-Holstein
Sie sind unter 65 und haben eine Demenzdiagnose bekommen? Dann schauen Sie bitte unter unserem Ankerpunkt Junge Demenz.
Wir haben erste Angebote für Menschen mit FTD gestartet und möchten auch weitere Hilfsangebote für Jung-Erkrankte etablieren.
www.demenz-sh.de/ankerpunkt-junge-demenz-fuer-schleswig-holstein/
Aufruf für mehr Miteinander
Immer mehr Menschen im frühen Stadium suchen den Austausch, informieren sich und bringen ihre Perspektiven ein – manche in Gremien wie dem Beirat der Deutschen Alzheimer Gesellschaft oder bei Alzheimer Europe.
Sich mit einer beginnenden Demenz auseinanderzusetzen, ist nicht einfach. Ob und wie jemand diesen Weg gehen möchte, ist immer eine persönliche Entscheidung. Expert:innen in eigener Sache berichten, dass es ihnen geholfen habe, ihr Leben aktiv zu gestalten. Sie teilen ihre Erfahrungen, berichten von Herausforderungen, Stärken und dem Alltag mit der Erkrankung.
Diese Berichte machen Mut, regen zum Nachdenken an und zeigen, dass es viele Wege gibt, den Alltag trotz Demenz selbstbestimmt zu leben.
Wir begleiten und unterstützen Sie gern. Sie können Ihre Erfahrungen, Wünsche oder Meinungen teilen – bei Gesprächen, Veranstaltungen oder kreativen Projekten.
Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Perspektiven einzubringen: Mitwirkung an Informationsständen, Workshops oder Tagungen, Interviews und Zitate auf unserer Homepage, in sozialen Medien oder Printmedien. Auch kreative Ausdrucksformen wie Ausstellungen, Lesungen, Aufführungen oder Konzerte bieten die Chance, Erlebnisse und Gedanken sichtbar zu machen.
Bei Interesse können Sie sich hier bei uns melden!
Stimmen und Beteiligung von Menschen mit Demenz
Britta Flaig (*1967) geht offen mit ihrer Diagnose Demenz um. Sie erkrankte mit Anfang 50. Ihr ist es ein Anliegen, über die Auswirkungen der Krankheit aufzuklären, anderen zu helfen und Mut zu machen.
Es ist Britta Flaig sehr bewusst, dass es keine Heilung für sie geben wird und die Lebenszeit, die sie aktiv selbst gestalten kann, knapper wird. Gegen die Schwere dieser Gedanken hilft ihr u.a. das innere Bild der Fee Dementia, die in ihren Kopf eingezogen ist und regelmäßig alles durcheinanderwirbelt.
Mit ihrem dritten Schafhausen-Buch „Mama Berta und das Vergessen“ schreibt und illustriert Britta Flaig ihre persönlichste Geschichte: Schaf Berta muss ihren vier Lämmern erklären, was mit ihr los ist und gemeinsam werden neue Wege des Umgangs gefunden.
Britta Flaig stellt ihr Buch vor und erzählt von den Parallelen zu ihrem Leben: Seit April 2025 war sie für uns und lokale Kooperationspartner in Bibliotheken und anderen Einrichtungen unterwegs. Ob 30 oder über 80 Zuhörer, sie berührt sie alle tief. Fragen Sie gern an, wenn auch Sie sie buchen möchten.
Linktipps:
Internetseite von Britta Flaig www.brittaflaig.de
NDR-Beitrag vom 22.04.2025
TAZ-Interview vom 29.7.2025
Interview aus dem Oktober 2025 anlässlich des Hertie-Preises für Engagement und Selbsthilfe
Ykaerne-Podcast
#079 “Motten in Schafhausen“ vom 11.02.2024
und #086 „Mama Berta überquert die Alpen“ vom 03.11.2024
Ergänzende Tipps zu
Selbsthilfegruppen, Kontakt- und Informationsstellen außerhalb Schleswig-Holsteins und zu Broschüren
und weiteren Links bietet diese Übersicht: