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Prävention und Behandlung von Demenz

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Eine Alzheimer-Prävention ist nicht möglich. Jedoch beugt eine gesunde Lebensweise (gesunde Ernährung, körperliche, geistige und seelische Aktivität) etlichen Ursachen anderer Demenzen vor. So helfen z.B. die Vitamine B6, B12, C und E, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren gegen freie Radikale, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen.

Körperliche Bewegung regt u.a. den Sauerstoffaustausch und die Durchblutung an und schützt vor Übergewicht und damit verbundenen Komplikationen.

Geistige Regsamkeit ermöglicht längeren Widerstand gegen Zelluntergang und bietet mehr Kompensationsmöglichkeiten.

Soziale Kontakte helfen gegen Isolation. Hobbies und Sinne anregendes verhindern Interessenverarmung und Antriebslosigkeit. Neugierde auf die Welt, sowie neue Eindrücke und Anforderungen halten das Gehirn leistungsfähig.

Diagnose und medizinische Behandlungsmöglichkeiten
Viele Menschen stellen sich die Frage, was ihnen das Wissen um die Diagnose Demenz nützt, wenn eine Heilung nicht möglich und die massiven Einschränkungen unausweichlich sind. Die Furcht, den Geist zu verlieren und in jeglichen Dingen abhängig von Hilfe zu werden ist groß. Besonders bei der Begegnung mit Menschen mit Demenz in der Frühphase, müssen wir diese Ängste bedenken.

 

Die frühzeitige Diagnose einer Demenz ist jedoch wichtig, um

  • heilbare Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  • bei nicht heilbaren Erkrankungen den Verlauf zu verlangsamen und noch vorhandene Ressourcen länger zu nutzen.
  • die veränderte Lebensplanung für sich oder gemeinsam zu gestalten und Vorsorgemaßnahmen zu veranlassen.

Der Weg zur Diagnose geht meist über den Hausarzt zum Facharzt (Neurologe, Psychiater oder Memoryklinik). Das Erkennen läuft über Ausschlussverfahren (internistische Abklärung, Gespräche mit den Betroffenen und den für sie Sorge tragenden), Tests (z.B. Mini-Mental-Status-Test, Dem Tect, Uhrenzeichnung) und weitergehende Untersuchungsmöglichkeiten (Blutbild, EEG, Dopplersono, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Liquorentnahme).

Bisher gibt es keine Heilungsmöglichkeiten für Alzheimererkrankte. Es gibt zurzeit 3-4 Medikamente auf dem Markt, die die Selbständigkeit ca. ein bis zwei Jahre länger erhalten können. Dies sind Cholinesterase-Hemmer (Wirkstoffe: Rivastigmin, Donepezil und Galantamin), die das Acetylcholin erhöhen oder Glutamatsenker (Wirkstoff: Memantine).

Andere Medikamente für die Steigerung der Hirnleistungsfähigkeit (z.B. Nootropika wie Gingkopräperate) können sich durch Effekte wie das Abfangen freier Radikaler positiv auf das Gedächtnis auswirken, sind aber eher bei Durchblutungsstörungen angesagt. Sie verzögern das allgemeine Fortschreiten einer Alzheimererkrankung eher nicht.

Ansonsten setzt die Therapie auf Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität / Schulung und Unterstützung der Angehörigen und Medikamente gegen Begleitsymptome (Depressionen, Ängste, Antriebsstörungen, Aggressionen). Maßstab ist die Linderung des Leidensdrucks.